Im Jahre 2018 begann ich mich nach und nach mit der Kamerafallen-Fotografie zu beschäftigen. Was zunächst nur als kleines Projekt und mit einer gehörigen Portion Skepsis anfing, wer möchte schon sein durchaus teures Fotoequipment allein im Wald zurücklassen, ist mittlerweile ein fester Bestandteil meiner fotografischen Arbeit geworden. Der Einsatz von Kamerafallen erlaubt es mir, neue Perspektiven einzunehmen und anderen Ansätzen zu folgen. Egal ob es darum geht, Tiere mithilfe von kurzen Brennweiten in ihrem natürlichen Lebensraum oder dank externer Blitze in der Dunkelheit der Nacht abzulichten. Durch Kamerafallen öffnen sich Türen, welche mit den Mitteln der herkömmlichen Wildtierfotografie verschlossen bleiben.
Das Fotografieren von wildlebenden Tieren ist für mich einer der natürlichsten Wege Natur zu erleben, zu erfahren und teilen zu können. Grenzen zeigen sich erst dort auf, wo das Wohlbefinden und die Ungestörtheit meiner tierischen Protagonisten beginnt.
Ich kann es jedem nur ans Herz legen sich dem letzten ursprünglichen Teil unserer, so durch und durch vom Menschen beeinflussten, Umwelt nicht zu verschließen.
Natur fängt dort an wo wir den lärmenden, betonierten, hastigen, hochglänzenden Alltag hinter uns lassen und beginnen frei zu atmen und zu entspannen. Und ein Jeder, ungeachtet seiner Herkunft, seines sozialen Standes oder seiner finanziellen Mittel kann sie erleben. Dabei dürfen wir nie vergessen das Natur die Mutter allen Lebens ist und damit einen unbeschreiblichen Wert hat, welchen es zu bewahren gilt.